Alle Schuldenuhren gehen falsch!
Denn sie alle gehen aus vom Schuldenstand am Ende des letzten Jahres, schätzen die Neuverschuldung des laufenden Jahres und errechnen daraus angeblich auf den Euro genau, wie hoch der Schuldenstand angeblich in dieser Sekunde genau ist. Aber:
Niemand weiß, wie hoch die Neuverschuldung des laufenden Jahres ist. Das Statistische Bundesamt rechnet das erst im nächsten Jahr aus Tausenden von Meldungen zusammen und gibt die Zahl im Frühsommer bekannt.
Und: Die Schulden steigen
nicht gleichmäßig, sondern tagsüber schneller als nachts (dann schlafen die Mitarbeiter der Schulden-Verwaltung), an Werktagen schneller als am Wochenende, und wenn die Betriebe am 10. des Monats die Lohn- und die Umsatzsteuer zahlen, sinkt die Verschuldung für ein paar Tage.
Trotzdem haben alle Schuldenuhren einen Sinn. Denn sie machen
anschaulich, dass die Staatsverschuldung eine schier unglaubliche Höhe erreicht hat und dass sie ständig weiterwächst. Schuldenuhren sind sehr bekannt. Auf dieser Website ist diese Seite hier die mit Abstand meistgelesene.
Hier wird von folgenden Zahlen ausgegangen:
| Stand Ende 2008 | 1642 Mrd. EUR |
| Defizit 2009 | 126 Mrd. EUR |
| =4058 EUR pro Sek. |
| Stand Ende 2009 | 1768 Mrd. EUR |
Ziel: Dieser Zähler muss zum Stehen kommen (=Einfrieren der Staatsverschuldung), danach eventuell rückwärts zählen (=Abbau der Staatsverschuldung).