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Geschrieben von: Administrator
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Freitag, den 12. Februar 2010 um 18:12 Uhr |
G o t t
Vielleicht sollten wir einmal darüber reden, obwohl Du keine Antwort gibst, du läßt Dich ja leben, zeichnen und feiern, aber Du wagst Dich nicht aus Deiner Höhle. Man sagt, Du seist überall und nirgends, hast Du denn Symbole Deiner Existenz nötig? Haben es vielleicht nur diejenigen nötig, die Dich ohne diese Bilder vergessen würden?
Du kommst in tausend Gestalten. Du kommst mit tausend Namen. Du symbolisierst Haß und Liebe, Freude und Angst, du strahlst im Licht und drohst mit Strafen. Oder schreiben es Dir die Leute einfach nur zu? Aber hast Du Dich je dagegen gewehrt? Seit Tausenden von Jahren suchen Dich die Menschen Tiere belastet Du mit Deiner Existenz nicht. Dafür haben sie auch nicht die Chance, in Dir Kraft und Freude zu finden Du seist in jedem von uns. Hast Du es, dann nötig, Dich Dir selbst stets aufs neue zu zeigen? Deine Gestalt ist wandelbar. Fünf Dutzend Namen hatten die alten Germanen für dich, drei Dutzend Hellenen und Römer, dreißig Millionen die Japaner. Das Christentum ist gnädig - es begnügt sich mit drei.
Strenge Riten und feste Gebote, aber von Freiheit redest Du. Ist eine Zwischenhirnbrücke und ein ordentliches Großhirn das Empfängerorgan, Dich zu erkennen? Wird es dich nur solange geben, bis der Mensch gelernt hat, seine eigene Macht zu kontrollieren? Bist du Synonym oder Ersatz für Weisheit? Glaubst Du, wir Menschen seien so schwach, nur auf Verbote und Strafen zu reagieren?' Stört Dich Deine eigene Widersprüchlichkeit?
Wenn Du uns uns selbst gegeben hast stört Dich unser Erwachen nicht ein bißchen? Ängstigt Dich Goethe's Zauberlehrling nicht? Bis Du selbstsicher oder blind? Hast Du einen Plan - wenn ja mit welchem Ziel? Wenn ich Dir verspreche, zu handeln, wenn ich Dir verspreche, nicht aufzuhören, wenn ich Dir verspreche, ehrlich meinen Weg zu gehen, läßt Du mich dann in Ruhe, oder hilfst Du mir?
Wenn Du in mir bist, gib mir die Zeit meine Ziele zu verwirklichen, die dann ja Deine sind.
Dieses Gedicht wurde mir von Herrn H.-W. Graf aus München für meine Webseite zur Verfügung gestellt. Ich verehre seine Werke und sein Tun für die Benachteiligten dieser Welt schon seit Jahren. Vielen Dank für Deine langjährige Freundschaft und Verbundenheit.
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Zuletzt aktualisiert am Montag, den 15. Februar 2010 um 14:15 Uhr |